5. - 11. September
11 september 2015 - Salida, Colorado, Verenigde Staten
Hallo zusammen,
So, nach meinen Betriebsferien ging's wieder weiter.
6.9.
Die ersten Kilometer waren wieder etwas gewöhnungsbedürftig, aber schnell fand ich meinen Rhythmus wieder. Ich startete etwa 20 Kilometer südlich von der Hippiestadt NEDERLAND.
Ich befand mich immer noch auf dem Peak to Peak Highway. Die ersten zwei Orte waren Black Hawk und Central City, ehemalige Minen, heute versuchen die Leute in den unzähligen Casinos das grosse Glück zu finden. Da ich das nicht nötig hatte, fuhr ich weiter. Nach einer ganz gemeinen Steigung konnte ich eine kilometerlange Abfahrt zum Interstate 70 (Denver - Salt Lake City) geniessen. In Idaho Springs einen kurzen Halt zum Telefonieren in die Schweiz, und von da aus weiter. Dieses Mal war ganz deutlich, dass die Radfahrer auf dem Interstate nichts zu suchen hatten. Aber zum Glück: Es war nämlich Labour Day Weekend und ganz Denver war mit den Autos unterwegs! Für die Zweiräder war genügend Platz auf der Parallelstrasse Hw 6. Die Strasse führte durch ein enges Tal, nur Raum für die beiden Strassen.
Ziel für heute war das ehemalige Goldgräberstädchen Georgetown, heute, wie könnte es anders sein, ein Touristenort. Ich wusste zum voraus, dass es keinen Camping gab, also zum ersten Mal seit ich unterwegs bin, ein Motel. Der Besitzer gab mir einen Bikerrabatt, auch nicht schlecht.
7.9.
Die Fahrt das Tal hinauf ging weiter und ebenso der Verkehr Richtung Denver! Irgendwann fuhr ich auf einem Radweg durch den Wald, hörte aber immer die Autos auf dem Interstate. Nach rund 20 km sollte dies dann ändern: Die Autos fuhren durch den Eisenhower Tunnel und die Radfahrer mussten/durften über den Lovelandpass nach Dillon fahren. Eine Banane und ein Milky Way (und die Regenkleider) sollten genug Energie liefern für den 1,5 stündigen Anstieg zur Passhöhe auf über 3600m.ü.M. Das Wetter machte wieder was es wollte, aber bei meiner Ankunft oben, schien auf der Nordseite für einige Augenblicke die Sonne. Auf der Südseite braute sich aber etwas zusammen: Eine schwarze Mauer! Die 12 km lange Abfahrt war unglaublich: Regen, Regen, Sturmböen. Es gab auch nirgens einen Ort zum Warten, also weiter!
In Keystone, einem Skiort dann ein Cafe, wo ich wieder trocken wurde und mich aufwärmen konnte.
Nach ein paar trockenen Kilometern erreichte ich Dillon und den nahegelegenene Camping. Die Sonne schien! Alles wieder trocken, herrlich!
8.9.
Es war eine kalte Nacht im Zelt. Eisstückchen am Zelt bestätigten am Morgen mein ''kaltes'' Gefühl, aber: strahlender blauer Himmel und sobald sich die Sonne sehen liess, wurde es wärmer.
Auch heute führte meine Fahrt über einen Pass und wieder begann die Passstrasse in einem Skiort: Breckenridge, ein Touristenort mit allem Drum und Dran. Ich benütze diese Orte meistens nur zum Aufladen meiner diversen Geräte. Sonst hält mich nichts dort. Der Hoosier Pass auch wieder auf 3600 m.ü.M., auch heute kein Problem mit dem Atmen. Das fägt!
Die Abfahrt nach Fairplay dann wieder der reinste Genuss: nicht viel bremsen, Aussicht geniessen!
Die Unterkunft in Fairplay heute etwas spezielles: am Fluss ein Picknickort, nicht ganz offiziell, aber doch mit Toilette und Tisch. Ein Bewohner füllte mir noch den Wassersack und damit hatte ich alles was ich brauchte!
Auch diese Nacht wieder ''kalt''. Das Wasser im Bidon war gefroren....
9.9.
Heute eine ''Flachetappe'' auf ca 2800 m.ü.M. Ich verliess die Berge und meine Route führte auf dem Highway 9 durch ein breites Tal.
Mit Rückenwind kam ich auch sehr schnell vorwärts, nur die zahlreichen Fotostops verminderten meine ''hohe'' Durchschnittsgeschwindigkeit. Nach 30 km erreichte ich Hartsel, ein Ort im Niemandsland.... (aber endlich ein Postbüro, welches geöffnet war, wenn ich langs fahre...).
Auch am Nachmittag war es eine sehr ''einfache'' Fahrt, nach einem kleinen Passübergang eine sanfte Abfahrt Richtung GUFFEY. Durch einen grossen Zufall war ich auf diesen Ort (oder wie man es nennen will) gestossen: Ich war auf der Suche nach einer Unterkunft nach ca 80 km und fand via Google, dass Bill in Guffey cabins zum Übernachten hat.
Schaut die Fotos an oder geht nach: http://www.guffeycolorado.com. Unglaublich!!! Als ich bezahlen wollte, meinte er;'' I think you will be the last cyclist for this season, so it's free for you.'' (Ach ja, weiss immer noch nicht, warum mir das passiert). Dann fragte er mich noch, ob ich für den Abend etwas brauche, um ''high'' (Marihuana ist seit 1,5 Jahren in Colorado legal..) zu werden, ich bedankte mich mit der Bemerkung:''No, thank you, I'm getting high from the scenery''.
10.9.
Die heutige Etappe auch wieder ein ''Kinderspiel''. Zuerst 35 km talabwärts bis zur Junction 50, dann 40 km westwärts durch den Arkansas River Canyon. Die Temperaturen durch den Canyon dann wieder ''trocken-heiss'' (die Gradmesser sind die Harley Davidson Motorfahrer: wenn sie ohne Helm und nur in ihren ärmellosen Shirt und Kopftuch unterwegs sind, dann ist es sicher wärmer als 25 Grad), die Landschaft aber wieder eindrucksvoll. Die letzten drei Tage führte meine Route durch völlig verschiedene Landschaften, und vielleicht noch spezieller, weil ich ja mit dem Bike nicht unbedingt schnell unterwegs bin.
11.9.
Ich bin nach 40 km in Salida (wieder so ein Outdoorort) angekommen. Mein Bike braucht neue Bremsklötze!!! Ich brauche neue Jogginghosen (die drei kleinen Löcher haben sich in der Zwischenzeit zu einem grossen durchgemausert), neues Benzin zum Kochen und vor allem wieder etwas Essvorrat.
Ihr merkt vielleicht, dass ich weniger Menschen treffe. Es ist deutlich, dass die Ferienzeit vorbei ist. Mir soll's recht sein! Ich bleibe geniessen und Colorado ist fūr mich ein sehr sehr schönes Land. Es kommen noch einige Pässe und Berge und im Prinzip warte ich auf den Indian Summer. Alle hier schwärmen davon und ich selber habe dies noch nie mit eigenen Augen gesehen.
Einen Monat habe ich noch Zeit.....
So, das wär's. Ich hoffe, Ihr geniesst meine Fotos. Unser Planet hat so viele schöne Orte!!!!!
Liebe Grüsse an alle


Guffey ist ja unglaublich...! Romantische Cabins für den Honey moon... Und was du an Links zu deinen Reisen immer wieder antriffst, das geit u ke Chuehut! Item - fahr gut und geniess den Wind um die Nase!
Bärble
Groetjes uit het regenachtige castricum!!
Liefs Marion
Op school komt alles nu goed op gang. Vorige week naar Texel geweest samen met Wieteke en haar klas. Ook heel mooi hoor! Afgelopen zaterdag is Maud in Italië getrouwd. Echt een sprookjes huwelijk in een prachtige omgeving en mooi weer (maar ondanks het mooie weer hield ik het niet droog). Blijf lekker genieten en als je zo door blijft schrijven sluit ik me bij je aan :-). X
Wir verfolgen Deine Reise und es macht Spass Deine Erlebnisse zu lesen und die schönen Fotos anzuschauen, lässt uns doch auch ein wenig daran teilzunehmen. Schön dass es Dir so gut gefällt und alles ok ist. Geniesse es weiterhin schon bald bist Du in California. Liebe Grüsse aus Bern Marlise und Ueli